"Die KMT ist sehr gut aufgestellt"

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Interview mit Geschäftsführer Guido Bunten

Mitte September hat Guido Bunten die Nachfolge von Geschäftsführer Karl Ehrmann an der Klinik für Manuelle Therapie angetreten. Der 55-jährige Dorstener ist seit über 25 Jahren in verschiedenen Positionen im Krankenhaussektor tätig, zuletzt in Gelsenkirchen und Dorsten. Im Interview spricht der leidenschaftliche Radfahrer über seine ersten Eindrücke von der KMT, die Besonderheiten des Hauses und mögliche Themen für die zukünftige Entwicklung.

Gut eine Woche liegt Ihr erster Arbeitstag nun zurück. Wie ist Ihr erster Eindruck von der KMT und ihrem Team?
Guido Bunten: „Kurz gesagt: sehr positiv! Die KMT ist nicht nur ein sehr gut aufgestelltes und hochmodernes Haus. Ich habe hier auch ein sehr motiviertes, freundliches und hochqualifiziertes Team kennengelernt. Wenn man die KMT betritt, empfindet man das Haus als sehr aufgeräumt und offen. Es herrscht eine angenehme Arbeitsatmosphäre, aber vor allem auch eine angenehme Atmosphäre für unsere Patientinnen und Patienten.“

Wie haben Sie die ersten Tage genutzt, um die KMT und ihre Mitarbeitenden kennenzulernen?
Guido Bunten: „Natürlich kann man nach einer Woche noch längst nicht alle Personen wirklich kennengelernt haben. Aber ich habe mittlerweile alle Abteilungen besuchen können. Die Struktur der KMT unterscheidet sich deutlich von meinen bisherigen Stationen. So gibt es hier beispielsweise nur einen Chefarzt und nur eine medizinische Abteilung, weil wir eine Fachklinik für Schmerztherapie sind. Auch kleinere Häuser, in denen ich bereits tätig war, hatten bei rund 150 Betten mehrere Chefärzte und vier Abteilungen. In Gelsenkirchen habe ich als Klinikmanager ein 480-Betten-Haus in einem komplexen Umfeld mit einer neuen Konzernstruktur geführt. Das ist natürlich ein großer Unterschied.“

Bevor man eine solche Position übernimmt, beschäftigt man sich intensiv mit dem neuen Haus. Welches Bild hatten Sie vorher von der KMT – und hat sich dieses in den ersten Tagen bestätigt?
Guido Bunten: „Die KMT hat einen sehr guten Ruf und ist tatsächlich weit über die Region hinaus bekannt. Das hat sich in Gesprächen mit verschiedenen ehemaligen Weggefährten gezeigt, die teilweise mehr als 100 Kilometer entfernt wohnen oder arbeiten. Meine ersten Eindrücke haben alles bestätigt, was ich vorher gehört hatte. Es gibt hier einiges, was nicht unbedingt selbstverständlich ist. Zum Beispiel gibt es viele langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich sichtlich mit dem Haus identifizieren. Und trotzdem habe ich sehr schnell das Gefühl bekommen, dass man hier offen für Neues ist.“

Welche Neuerungen meinen Sie damit?
Guido Bunten: „Zum Beispiel die längst begonnene Digitalisierung in den verschiedenen Arbeitsbereichen. Ich habe schnell herausgehört, dass es in der KMT von allen Seiten eine große Bereitschaft gibt, Prozesse zu modernisieren. Wir alle merken in unserem Alltag, wie stark die Digitalisierung inzwischen nahezu alle Lebensbereiche verändert. Wer ist beispielsweise vor zehn Jahren mit einem digitalen Einkaufszettel in den Supermarkt gegangen? Das ist nur ein kleines Beispiel dafür, wie selbstverständlich digitale Lösungen inzwischen geworden sind.“

Gibt es Ihrerseits schon Vorstellungen für zukünftige Veränderungen an der KMT?
Guido Bunten: „Wie ich eingangs gesagt habe: Die KMT ist gut aufgestellt und hochmodern. Das bedeutet natürlich nicht, dass es – neben den medizinischen Entwicklungen – nicht auch Prozesse gibt, die uns als Team und als Haus insgesamt weiterbringen können. Dazu zählt beispielsweise die wiederbelebte Gottfried-Gutmann-Akademie, die wir künftig noch stärker für externes Personal öffnen wollen. Ein weiteres Thema ist der Forschungsbereich. Aufgrund unserer Struktur können wir zwar kein Akademisches Lehrkrankenhaus werden, eine Akademische Lehrstätte könnte aber durchaus ein lohnendes Ziel für uns sein. Aber nach einer Woche bin ich zunächst noch dabei, viele Informationen zu sammeln und dann gemeinsam mit der Krankenhausleitung zu schauen, an welchen Stellen wir gegebenenfalls Weichen neu stellen müssen.“

Was steht für Sie persönlich in den nächsten Wochen auf dem Programm?
Guido Bunten: „Nachdem die hausinternen Gespräche mittlerweile schon sehr weit fortgeschritten sind, stehen nun verstärkt externe Termine an – beispielsweise mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik, der Wirtschaftsförderung oder mit verschiedenen Dienstleistern des Hauses. Dabei sammelt man erfahrungsgemäß noch einmal viele neue Eindrücke und Informationen und erfährt viel über den Standort und das Umfeld, in dem die KMT arbeitet.“

Zum Abschluss noch etwas Persönliches: Wenn Sie nicht gerade im Krankenhaus arbeiten – wo findet man Guido Bunten dann?
Guido Bunten: „Dann genieße ich es, mit dem Mountain- oder Gravelbike auf Tour zu gehen. Das ist für mich eine hervorragende Möglichkeit, zu entspannen.“

Vielen Dank für das Gespräch.

Portraitfoto Guido Bunten
Seit September 2026 Geschäftsführer der KMT Hamm: Guido Bunten.