Therapieschwerpunkte

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Wir bieten Ihnen folgende Therapieschwerpunkte an:

Neuroorthopädie/Funktion

Tiefenstabilisation und Koordination

Rückenschmerzen beruhen häufig auf einer unzureichenden  Stabilisation der Wirbelsäule. Rückenschmerzen bewirken wiederum immer auch, dass das tiefliegende stabilisierende Muskelsystem der Wirbelsäule (lokales Muskelsystem) bei Alltagsbewegungen zu spät oder zu schwach aktiviert wird und der segmentale Schutz der Wirbelsäule verlorengeht.
Muskelgruppen, die ursprünglich der Körperhaltung, dem Gleichgewicht und der Bewegung dienen sollten (globales Muskelsystem), versuchen, dies auszugleichen und werden chronisch hyperton. Die so entstandenen muskulären Dysbalancen und Koordinationsstörungen führen zu Fehlbelastungen der passiven Strukturen (Gelenke, Bänder). Dies tritt häufig zusammen mit Gleichgewichts-, Atmungs- und Kontinenzproblemen auf.
 
So kommt ein Teufelskreis in Gang, die Rückenschmerzen kehren zurück.
Eine multimodale Therapie von Rückenschmerzen umfasst neben der manualtherapeutisch-osteopathischen Behandlung von Dysfunktionen auch die Wiederherstellung der aktiven segmentalen Stabilisation der Wirbelsäule.

Ziel der Therapie:

  • eine verbesserte Wahrnehmung für Haltung und Bewegung
  • die Fähigkeit, die stabilisierenden Muskelgruppen wieder gezielt ansteuern und aufeinander abstimmen zu können
  • eine verbesserte Koordination des lokalen und des globalen Muskelsystems
  • ökonomischere Bewegungsabläufe bei Alltagsbewegungen

 

Vegetatives Nervensystem

Das vegetative Nervensystem versetzt unseren Körper in die Lage, sich an verschiedenste Umwelteinflüsse, z.B. Wärme/Kälte sowie an körperliche und emotionale Anforderungen, anzupassen. Es hat zusätzlich einen Einfluss auf die Fähigkeit unseres Körpers, Schmerzreize zu unterdrücken bzw. zu modulieren. Störungen des vegetativen Nervensystems und der Schmerzmodulation können zu generalisierten Schmerzen, wie z.B. beim Fibromyalgiesyndrom, führen.

In der Klinik für Manuelle Therapie führen wir bei entsprechenden Auffälligkeiten eine auf das vegetative Nervensystem abzielende Therapie durch.

Wichtige Bestandteile dieser Therapie sind die Hyperthermie, Entspannungsverfahren, hochdosierte Procain-Basen-Infusionen, Hydro- und Thermotherapien, Anleitungen zur Selbstbehandlung (z.B. Bürstenmassagen, Lymphdrainage, Colonmassage) und ein adaptiertes Konditionstraining.

 

Senioren

Die Schmerzen älterer Menschen haben oft andere Ursachen als die Schmerzen jüngerer Menschen. Funktionsstörungen führen häufig zu stärkeren Einschränkungen in der Alltagsfähigkeit, wie z.B. Gangstörungen mit oft gravierenden Einschränkungen in der Lebensqualität. Hinzu kommen Erkrankungen wie z.B. die Osteoporose und Gelenkverschleiß. Die Medikamentenbehandlung ist aufgrund von verschiedenen Begleiterkrankungen schwieriger und die Belastbarkeit für z.B. physiotherapeutische oder trainingstherapeutische Maßnahmen eingeschränkt.
Um dem Rechnung zu tragen, haben wir einen speziellen Schwerpunkt Senioren, mit einem auf die Bedürfnisse und Leistungsfähigkeit älterer Patienten abgestimmten Therapieansatz, entwickelt.

Psychoorthopädie

Schmerzen informieren uns über Gefahren und Bedrohungen, die gegen unseren Körper gerichtet sind. Sie zeigen an, dass etwas in unserem Körper aus dem Gleichgewicht geraten ist und bewahren uns vor dauerhaftem Schaden.

Der chronische Schmerz jedoch schränkt in vielen Aktivitäten ein, bestimmt den Tagesablauf und den Lebensrhythmus. Wer unter chronischen Schmerzen leidet, erfährt oftmals selbst, dass die Krankheit nicht nur körperlich verändert, sondern auch Einfluss auf das psychische Befinden hat. Die seelischen Beeinträchtigungen und Auswirkungen auf die verschiedenen Lebensbereiche (Familie, Arbeit, Freizeit) können ebenso schwerwiegend sein, wie die körperlichen Einschränkungen.

Andererseits können auch psychische Faktoren, Belastungen (lebensgeschichtliche Erfahrungen oder aktuelle Ereignisse), Stress, Kränkungen etc. zur Entstehung, Aufrechterhaltung und Verstärkung körperlicher Symptome führen.

Medikamentöse und Interventionelle Schmerztherapie

Der Schwerpunkt medikamentöse und interventionelle Schmerztherapie spiegelt die ursprüngliche klassische Schmerztherapie wider. In diesem Behandlungsschwerpunkt werden Patienten vorwiegend mit pharmakologischen und interventionellen Methoden behandelt. Typische Indikationen für diesen Behandlungsschwerpunkt sind:

  • Akutschmerztherapie bei z.B. akutem Bandscheibenvorfall
  • Tumorschmerz
  • Medikamentenentzug
  • Neuropathische Schmerzsyndrom