Apparative Diagnostik

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Unseren Ärzten steht eine Vielzahl an Apparativen Diagnostikmethoden zur Verfügung anhand derer wir für Sie einen individuellen Behandlungsplan erstellen:

Vegetative Differentialdiagnostik (Herz-Frequenzanalyse)

Störungen des vegetativen Nervensystems sind häufig Mitursache von chronischen, oft generalisierten Schmerzsyndromen wie der Fibromyalgie.

Neben der ärztlichen Anamnese werden Störungen über die Herz-Frequenzanalyse des vegetativen Nervensystems diagnostiziert. Die Messung erfolgt über ein ca. 15 minütiges EKG in verschiedenen Körperpositionen. Eine spezielle Software wertet die Variabilität der Herzfrequenz aus und lässt so Rückschlüsse auf vegetative Regulationsstörungen mit Einfluss auf die Schmerzregulation zu.
Oft haben auch andere mit chronischen Schmerzen verbundenen Symptome wie z.B. Schwindel, Schlafstörungen, Verdauungsstörungen und Herzstolpern die Ursache in vegetativen Fehlregulationen.

Ergänzt wird die Herz-Frequenzanalyse durch die Thermograpie und spezielle Konditionstestung.

Beim Vorliegen vegetativer Fehlregulationen wird ein entsprechendes Therapiekonzept eingeleitet und mit dem Patienten werden Selbsthilfemaßnahmen besprochen.

Statische Fußdruck-Messung und Stabilometrie

Falsche Körperhaltungen und -bewegungen sind oft Ursachen für die Entwicklung von schmerzhaften Funktionsstörungen im Bewegungssystem.

Die gezielte Behandlung führt oft zu dauerhafter Schmerzlinderung und Verbesserung der Lebensqualität. Mit der statischen Fußdruck-Messung und Stabilometrie können wir die Fußgeometrie und biomechanische Zusammenhänge von Kopf bis Fuß erfassen und in die Therapieplanung einbeziehen.

Die Ermittlung der Daten umfasst verschiedene Messungen:

  • Statische Fußdruckmessungen zur Erfassung der Druckverhältnisse im Stehen.
  • Statische Gleichgewichts- bzw. Schwerpunktermittlungen für jeden einzelnen Fuß und für den gesamten Körper, um Haltungsdefizite zu registrieren und diese bei einer evtl. Einlagenversorgung zu berücksichtigen.
  • Messungen im Gehen zur Erfassung der dynamischen Druckverteilung an den Füßen und zur Aufzeichnung des Gangbildes respektive des Gleichgewichtsverhaltens des Körpers in der Bewegung.
SEMG – Oberflächenelektromyographie

Die Oberflächenelektromyographie ist ein schmerzfreies und risikoloses Verfahren, bei dem über Hautelektroden die elektrische Aktivität der Muskulatur gemessen werden kann.

Auf diese Weise kann muskuläre Überaktivität und Unteraktivität (muskuläre Ungleichgewichte) als eine der Hauptursachen für Schmerzen und Therapieerfolge objektiviert werden.

Im Rahmen der Biofeedbacktherapie kann der Patient mit Hilfe der „sichtbar gemachten“ Muskelaktivität lernen, Spannung und Entspannung der Muskulatur besser zu steuern.

Medizinische Infrarot-Thermographie

Die Medizinische Infrarot-Thermographie ist ein schmerz- und gefahrloses Verfahren, mit dessen Hilfe Temperaturveränderungen auf der Körperoberfläche diagnostiziert werden.

Ungleiche Temperaturverteilungen oder lokale Überwärmungen können Hinweise auf vegetative Ungleichgewichte und Störungen innerer Organe, des Skelettsystems und der Gefäße geben.

Herz-Kreislauf-Funktionsdiagnostik

Der Mensch mit seiner Anatomie und seinem Stoffwechsel ist ein auf Bewegung angelegtes Lebewesen. Voraussetzung einer guten Beweglichkeit ist die regelmäßige Nutzung der  Bewegungsmechanik, Bewegungssteuerung und des Bewegungsstoffwechsels.

Patienten mit chronischen Schmerzsyndromen geraten durch eine Schon- und Vermeidungshaltung schnell in einen Zustand des Bewegungsmangels. Dieser führt im Laufe der Zeit zu einem allgemeinen Funktionsverlust und vegetativen Ungleichgewichten.

Atemwege, Herz-Kreislaufsystem, Bewegungssystem, Energie- und Baustoffwechsel arbeiten zunehmend unökonomischer, begleitet von einem Abbau der Knochen- u. Muskelmasse. Langfristig entstehen Haltungs- und Bewegungsschwächen, die den Schmerz weiter verstärken. Ein Teufelskreis.
Daher sollte ein behutsam aufgebautes Bewegungstraining entwickelt werden...

Kraftmessung

Ausreichende Muskelkraft ist die Voraussetzung für eine gute Bewegungsqualität. Mit Hilfe der  Kraftmessung kann man Aussagen über die Kraft einzelner Muskeln oder Muskelgruppen und über das Ausmaß von Schädigungen peripherer motorischer Nerven treffen.
Sie ermöglicht außerdem die Analyse einfacher Bewegungsabläufe, bildet die Grundlage für die analytisch vorgehende Physiotherapie und ist zugleich Hilfsmittel zur Bestimmung der Leistungsfähigkeit eines getesteten Körperteils.